Impressionen aus Israel - Bilder eines Landes

       
   

The philosophy of Liberty is based on the principle of Self-Ownership

>all kinds of socialism cause poverty<

   
   

von Rudi Raabe

   
       

A page that over and above its political content also shows the world and environment of people who stand for their libertarian ideas.

         
       

Impressions of Israel - Pictures of a Country

         

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Shalom Israel 5
Saturday, 17 October 2009

Nun sind Menschen, die sich ihrer Tradition oder ihrem Glauben entsprechend kleiden, natürlich nicht nur dazu da Touristen zu amüsieren oder als Fotoobjekte zu fungieren. Selbstverständlich trifft das auch auf orthodoxe Juden zu. Wir sehen sie häufig im Stadtbild, in Jerusalem natürlich mehr als in Tel Aviv. Und dennoch  kann  ich nicht umhin, ein gelegentliches Lächeln zugeben zu müssen. Beeindruckt mich einerseits die Ernsthaftigkeit mit der sie, allein oder als Familie meistens geschäftig und eiligen Schrittes im Stadtbild zu sehen sind, ihre Kinder sind wundervoll sauber gekleidet und frei von der verlümmelten Aufdringlichkeit z. B. arabischer Kinder, wundere ich mich dennoch eben gerade über diese Ernsthaftigkeit und konsequente Zielstrebigkeit, die ich so selten gesehen habe. Viele der auch jungen Männer, mit ihren Löckchen und großen Hüten, immer, auch bei größter Hitze mit weißem Hemd und schwarzem Anzug, intelligent aussehend und höfliche Distanz zu anderen haltend, bleiben mir ein Rätsel. Ihre unbedingte Hinwendung, ja Unterwerfung unter die Regeln einer Religion, kennt man in unserer Kultur ja nur ausnahmsweise. Ob sie wohl Pubertätsprobleme haben? Ob sie wohl gegen ihre Eltern, ihren Rabbi, ihre Religion rebellieren? Und wenn wie lange? Gibt es in ihnen die Auseinandersetzung und Beschäftigung, zwischen den Zwängen im Glauben und dem Willen zur Freiheit, abzuwägen, zu entscheiden, sich in andere als die vorgegebenen Bahnen zu vertiefen? Fragen über Fragen. Beruhigend nur die Feststellung, dass sie ihren Glauben in sich, ihren Gruppen leben und nicht missionieren, auf Eroberung aus, andere drangsalieren und fordern. Ich kann keine Gemeinsamkeiten entdecken, aber es gefällt mir an der jüdischen Religion, dass sie nicht missioniert, niemanden bekehren will.

So ganz frei von Aggression sind die Orthodoxen dennoch nicht. Das säkulare Leben ist ihnen ein Dorn im Auge, Tel Aviv gilt als Sündenpfuhl und die durchaus ansehnliche Reklame bestimmter Unterwäschefirmen wurde auch schon mal zerstört. Da muss dieser Laden auf der Dizengoff geradezu die Hölle sein.

Aber Fundamentalisten haben eh nicht unser Verständnis, auch muslimische Fundamentalisten sind uns eine Gräuel. Selbst vom Christentum können wir nicht behaupten, dass es frei von Aggressionen ist und gerade die katholische Kirche versucht zu regulieren, und auf dem Umweg über staatliche Gesetzgebung,  in das Leben nichtkatholischer, also Glaubensfremder einzuwirken. Immerhin blasen Christen und Juden sich und andere nicht mit Sprengstoffgürteln ins Jenseits – bisher.

Natürlich wird der Sabbat eingehalten. Na ja, ab Freitagabend fahren keine Busse mehr. Das ideale Geschäft für Taxen. Auch kleine Läden und Cafés sind auf. Gut, dass so viele Russinnen hier als Verkäuferinnen arbeiten, so kommen wir doch noch an die vergessenen Milch.

Es gibt natürlich auch ganz irre Juden, z.B. die Neturei. Sie lehnen den Zionismus ebenso wie Israel ab und treffen sich mit Ahmadinejad und nehmen auch schon mal an der Holocaust-Leugner Konferenz in Teheran teil. Gottlob lehnen die orthodoxen wie nichtorthodoxen Juden diese Gruppe ab und weisen sie regelmäßig in ihre Schranken. Nur die Muslime erfreuen sich dieser Gruppe natürlich und sehen in ihnen Verbündete.

Der Eindrücke jedenfalls sind so viele, und der Anspruch sich selbst ein Bild von allem zu machen bleibt Richtschnur, dass die Zeit zu kurz ist und die Tage zu schnell vergehen. Immerhin haben wir nun auch schon mal die Westbank und Bethlehem besucht. Insbesondere die eher baulich bescheidene Geburtskirche beeindruckt. In gewisser Weise gleicht sie einem Feldlazarett mit 5 Abteilungen. In jeder Abteilung werkelt eine Kirche und wacht sorgsam darauf, dass die Patienten nichts „ungehöriges“ machen. Keine Grenzverletzungen bitte. Als wir in die Geburtsgruft, in der Größe dem Wohnzimmer in einem Plattenbau vergleichbar, hinunter steigen, fängt vor uns eine Reisegruppe an zu singen. Die noch auf der Treppe Wartenden fallen in den Gesang ein. Der Pope der für diesen Treppenbereich zuständigen griechischen Kirche verbietet das sofort. Man muss sich schon an die Spielregeln halten. Wie auch immer, endlich unten in der Gruft, rutschen die christlichen Gläubigen auch hier, auf den Knien, zu dem in einen vierzehnstrahligen Stern gefassten Stein auf dem Jesus geboren wurde, um sich anschließend glücklich zu erheben. Mir wird für die Dauer meiner Tage Glück, Erleuchtung und Erfüllung versagt bleiben, denn  ich bin der Einzige, der nicht auf die Knie fällt und sich eher an der Kamera festhält.

Heraus aus dem Schummerlicht müssen wir uns der arabischen Händler erwehren. Ein „Nein“ ist keine Antwort und man muss konsequent bei seiner Kaufablehnung bleiben. Nehmen Sie nie etwas auch nur probeweise in die Hände, sie werden es nicht mehr los, es gilt quasi als gekauft. Der Lebensstandard in der Westbank erscheint mir nicht schlecht, ist jedenfalls meilenweit von den Tragödiebildern entfernt, welches uns das Fernsehen vermittelt. In Gaza mag es anders sein, und bei den Fellachen auch. Hier jedoch, im jüdäischen Teil, sehe ich Villen die mich blass werden lassen.

Mercedes Taxen gibt es sehr viele, man hat sie um einen Mittelteil verlängert. Ich vermute eine Konzession an die arabische, kinderreiche Familie. Die palästinensischen Polizisten, die ich sehe sehen manierlich aus, einer lächelt mir freundlich zu. Aber, wir sind in einem Teil des palästinensischen Autonomiegebietes, das zur Hälfte christliche Araber als Einwohner hat. Später passieren wir wieder die von Israel gebaute Mauer. Ja, sie ist beeindruckend. Beeindruckend hoch. Dagegen war die Berliner Mauer lütt. Damit endet aber auch schon der Vergleich. Ich bin froh für Israel, dass es diese Mauer gebaut hat, möge sie lange stehen und Israel vor durchgeknallten Suizidattentätern schützen. Es erscheint mir schwierig hier durchzukommen. Die Ein-Ausfahrt ist so eng, dass es zwischen sich begegnenden Autos kaum eine Lücke gibt sich durchzuquetschen. Stahlzacken im Boden verhindern, dass Autos auf der falschen Spur durchbrettern können. Die diensthabenden jungen israelischen Soldaten sind schwer bewaffnet. Ob das große Stahltor nachts geschlossen wird weiß ich noch nicht.

Wir besuchen auch wieder etliche Kirchen in Jerusalem. Die russisch-orthodoxe Kirche (Russian Ecclesiastical Mission) ist hier übrigens sehr präsent und aus einer werde ich dann auch, wegen meiner ungebührlichen Shorts, achtkantig von einer arabisch-christlich-russich-orthodoxen Nonne rausgeschmissen. Lieber Gott, verzeihe mir bitte diese Blasphemie. Meine Frau und die Kinder waren natürlich manierlich, sie hatten Kopftücher und bedeckte Schultern.

Immerhin, die Ruhe im Klostergarten auf dem Ölberg ist wohltuend und ein starker Kontrast zu der Aufgeregtheit des arabischen Viertels. Später kommen wir am nahe gelegenen arabischen Markt Ostjerusalems vorbei. Wir haben heute keine Zeit mehr, aber schon auf die Schnelle ist der Eindruck nachhaltig. Weil Freitag ist, scheint es eher ruhig. An Wochentagen soll hier kein Durchkommen sein. Dafür sehen wir nun aber zahlreiche orthodoxe Juden zur Klagemauer eilen. Sie haben riesige Hüte auf dem Kopf, diesmal aus Pelz und mit hoher Kante. Auf einer Kreuzung treffen sie auf eine Gruppe tief verschleierter Muslima. Verkehrsampelrot ist verbindlich für alle, egal welcher Religion. Die Kreuzung selbst ist „schwarz“, schwarze Juden, schwarze Muslima, es sind, immer noch, obwohl schon Spätnachmittag, 25 Grad, dann, es wir grün, eilen sie auseinander. Jede Gruppe in eine andere Himmelsrichtung.

 

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Yad Vashem

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Foto 1: Orthodoxer Jude auf dem Weg zur Klagemauer, Foto2: Israelische Schutzmauer, Foto 3: Geburtskirche in Bethlehem, Foto 4: Touristin mit Ikone i.d. Kirche, Foto 5: Stern mit Stein auf dem Jesus geboren wurde, Foto 6: Prächtige Villa in der Westbank

 
   

 

 

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